So dünn wie möglich, so dick wie nötig.

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Kurz gesagt: Ein Standby Charger hält die Starterbatterie eines abgestellten Wohnmobils automatisch geladen. Er leitet überschüssige Ladeenergie der Bordbatterie (aus Solar, Landstrom oder Generator) an die Starterbatterie weiter. Sinnvoll ist das überall dort, wo das Fahrzeug länger steht und die Starterbatterie sonst nicht mitgeladen wird, besonders bei Selbstausbauten mit Ladebooster und LiFePO4-Bordbatterie.
Ein typisches Szenario: Das Wohnmobil stand drei Wochen auf dem Stellplatz, die Bordbatterie ist dank Solar randvoll. Beim Dreh am Zündschlüssel kommt jedoch nur ein müdes Klacken. Die Starterbatterie ist leer, ohne Starthilfe geht nichts mehr. Genau hier setzt ein Standby Charger an: Er zweigt etwas Ladestrom von der Bordbatterie ab und hält die Starterbatterie nebenbei voll, automatisch und ohne weiteres Zutun.
Auch im Stand hat die Starterbatterie zu tun. Sie versorgt eine ganze Reihe stiller Verbraucher: Wegfahrsperre, Alarmanlage, Steuergeräte, Radio-Standby, je nach Fahrzeug auch Trittstufe oder Sicherheitstechnik. Jeder zieht nur wenige Milliampere, über Wochen summiert sich das jedoch. Hinzu kommt die Selbstentladung, die jede Bleibatterie hat. Steht das Fahrzeug über den Winter oder einige Wochen zwischen zwei Touren, sinkt die Spannung stetig. Irgendwann reicht sie nicht mehr zum Starten. Schlimmer noch: Eine tiefentladene Bleibatterie sulfatiert und nimmt dauerhaft Schaden.
Besonders betroffen sind Selbstausbauer. In vielen Serienfahrzeugen lädt das Ladegerät im Elektroblock (EBL) die Starterbatterie am Landstrom mit. Beim Selbstausbau oder einer umgebauten Bordelektrik, etwa mit Ladebooster und LiFePO4-Bordbatterie, fehlt diese Verbindung häufig. Der Ladebooster arbeitet nur in eine Richtung: von der Starter- zur Bordbatterie, und das nur bei laufendem Motor. Steht das Fahrzeug, fließt nichts zurück. Solar und Landstrom füllen zuverlässig die Bordbatterie, die Starterbatterie geht leer aus.
Ein Standby Charger (auch Ladestromwächter oder Erhaltungslader genannt) schließt genau diese Lücke. Es handelt sich um ein kleines Modul zwischen Bord- und Starterbatterie, das überschüssige Ladeenergie an die Starterbatterie weitergibt.
Angeschlossen wird der Standby-Charger von Votronic lediglich an die Pluspole beider Batterien. Sobald die Bordbatterie geladen wird, egal ob über Solar, Landstrom oder Generator, steigt ihre Spannung. Dann fließt ein Ladestrom von bis zu 3A zur Starterbatterie (24V-Version: bis 2A). Sinkt die Spannung der Bordbatterie wieder, trennt der Charger automatisch. Die Bordbatterie wird so nie zugunsten der Starterbatterie entladen. Geladen wird nur, wenn ohnehin Energie übrig ist.
Das Gerät arbeitet vollautomatisch, benötigt keine Bedienung und verbraucht im Standby nur wenige Milliampere. Einmal eingebaut, ist das Thema leere Starterbatterie erledigt.
Der Anschluss ist bewusst einfach gehalten und auch für Einsteiger gut zu bewältigen:

Der Standby Charger wird nur in die Plusleitung eingeschleift: ein Kabel zum Pluspol der Bordbatterie, eines zum Pluspol der Starterbatterie. Beide Leitungen werden jeweils möglichst nah an der Batterie mit 10A abgesichert. Das schützt die Kabel im Kurzschlussfall vor einem Kabelbrand. Die Minuspole beider Batterien müssen miteinander verbunden sein, was im Fahrzeug über die Karosseriemasse praktisch immer gegeben ist. Ein separates Minuskabel zum Charger ist beim Standardmodell nicht erforderlich.
Tipp: Wird ein Votronic-Ladebooster der Serie VCC 1212-30, 1212-50, 1212-70 oder 1212-90 verwendet, ist der Standby-Charger dort bereits integriert. Ein separates Gerät ist dann überflüssig. Sinnvoll ist ein eigener Standby-Charger nur, wenn die Starterbatterie anders versorgt wird, etwa über ein manuelles Trennrelais oder einen Victron-Ladebooster ohne integrierte Ladeerhaltung.
Benötigt werden: der Standby Charger, Fahrzeugkabel mit 1,5–2,5mm² Querschnitt, zwei Sicherungshalter mit 10A-Sicherung, Kabelschuhe bzw. Aderendhülsen sowie etwas Werkzeug (Crimpzange, Schraubenschlüssel).
Wichtig: Beide Batterien müssen dieselbe Nennspannung haben (12V/12V oder 24V/24V). Vor Schweißarbeiten oder Arbeiten an der Elektrik ist das Gerät abzuklemmen.
Drei Modelle decken die gängigen Ausbauten ab:
| Modell | Passt zu | Batterietyp | Ladestrom | Einstellbar | Garantie |
|---|---|---|---|---|---|
| Standby Charger 12V (3065) | 12V-Bordnetz, Blei-Bordbatterie | Blei: Nass, GEL, AGM | bis 3A | nein, feste Schwellen | 5 Jahre |
| Standby Charger Pro 12V (3063) | Selbstausbau mit Lithium | Blei + LiFePO4 | bis 8A | ja, per Poti | 5 Jahre |
| Standby Charger 24V (6065) | 24V-Bordnetz, z.B. LKW-Basis | Blei | bis 2A | nein | 5 Jahre |
Der 12V-Standardlader ist der Klassiker für Blei-Bordbatterien. Bei einer LiFePO4-Bordbatterie ist der Pro die richtige Wahl: Seine Schaltschwellen lassen sich per Potentiometer auf das Lithium-System anpassen, und über einen Steuereingang lässt er sich gezielt freigeben oder während der Fahrt abschalten (z.B. per D+-Signal). Für Fahrzeuge mit 12V-Bordnetz und 24V-Starterbatterie (häufig bei großen Linern auf LKW-Chassis) eignet sich kein Standby Charger, sondern ein DC-DC-Wandler wie der Victron Orion-Tr 12/24. Eine Beratung dazu ist jederzeit möglich.
Bei den Standby Chargern führen wir bewusst (fast) nur eine Marke: Votronic. Die VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH aus Lauterbach in Hessen entwickelt und fertigt seit über 35 Jahren Elektronik für Reisemobile, Caravans und Boote, komplett Made in Germany. Votronic-Technik steckt auch in Einsatz- und Feuerwehrfahrzeugen, wo zuverlässig startende Fahrzeuge schlicht lebenswichtig sind.
Die StandBy-Charger von Votronic laufen in zigtausenden Wohnmobilen: keine Bedienung, keine Wartung, keine Ausfälle. Einbauen und vergessen. Auf jedes Gerät gibt Votronic 5 Jahre Hersteller-Garantie. Genau wegen dieser Zuverlässigkeit empfehlen wir bei der Ladeerhaltung der Starterbatterie nichts anderes.
Am besten wird die Starterbatterie im Stand gar nicht erst belastet. Licht, Trittstufe und Radio gehören ans Bordnetz. Die stillen Verbraucher des Basisfahrzeugs und die Selbstentladung bleiben aber immer. Ein Standby Charger ist die einfachste Absicherung, die sich in einen Ausbau integrieren lässt: ein Bauteil, zwei Kabel, zwei Sicherungen. Damit springt das Wohnmobil auch nach Monaten Standzeit zuverlässig an. Nebenbei verlängert die kontinuierliche Ladeerhaltung die Lebensdauer der Starterbatterie deutlich.
Unklar, welcher Kabelquerschnitt nötig ist? Nutzen Sie unseren Querschnittsrechner für Batteriekabel. Die passenden Kabel fertigen wir auf Wunsch gleich konfektioniert mit.
Während der Fahrt lädt die Lichtmaschine die Starterbatterie ohnehin. Der Standby Charger ist für die Standzeit gedacht und arbeitet immer dann, wenn die Bordbatterie Ladespannung hat.
Der Standard-Charger (12V/24V) ist für Bleibatterien ausgelegt. In Kombination mit einer LiFePO4-Bordbatterie empfiehlt sich der Standby Charger Pro mit einstellbaren Spannungsschwellen.
Nur wenige Milliampere im Standby. Der Pro liegt laut Datenblatt unter 1mA. In der Praxis spielt das keine Rolle.
Ja. Zwei Plusleitungen, zwei Sicherungen, gemeinsame Masse. Mit grundlegendem Werkzeug ist der Einbau in unter einer Stunde erledigt.
Flexible Batteriekabel mit Querschnitten von 10mm² bis 95mm², Länge und Kabelschuhen auf Wunsch.
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