Fehlerstromschutzschalter (FI) und Leitungsschutzschalter (LS) als Kombieinheit zwischen Landstromanschluss und Wohnmobil Bordnetz.
Es bietet optional Platz für weitere zwei Sicherungsautomaten. Damit könnten dann mehrere Leitungsstränge einzeln abgesichert werden.
Sollte ein Fehlerstromfall vorliegen, erkennt der interne FI diesen und unterbricht unmittelbar Phase und Null (allpolige Trennung). Der Bemessungsstrom des Fehlerstromschalters beträgt 30mA, Fehlerstromcharakteristik A. Der Leitungsschutzschalter ist auf 13A ausgelegt, dies entsprich in einem 230V System zirka 3000W.
Im Gehäuse befindet sich eine Hutschiene zur Aufnahme des FI/LS sowie für zwei weitere Sicherungsautomaten. Eine 5-polige Erdungsklemme ist ebenfalls bereits integriert, so dass die PE Leiter dort zusammengeführt werden können. Es stehen mehrere Kabelauslässe an der Unterseite des Gehäuses zur Verfügung, drei Rastklemmen zur Fixierung der Kabel (Zugentlastung) liegen ebenfalls bei.
Die seitlichen Befestigungsfüße sind steckbar ausgeführt. Wenn diese nicht benötigt werden, können sie abgenommen werden. Über ein Verrastungssystem können mehrere Gehäuse aneinander gereiht werden.
Der Aufbau ist immer gleich: Der Landstrom kommt über das CEE-Kabel an der CEE-Außensteckdose des Fahrzeugs an. Von dort führt die Leitung auf kürzestem Weg zum FI/LS-Schutzschalter — erst danach verzweigt sich das 230V-Bordnetz auf Steckdosen, Kühlschrank und Ladegerät. So liegt jeder 230V-Verbraucher im Wohnmobil hinter dem Fehlerstromschutz.
Die Animation zeigt den Stromweg vom Campingplatz-Anschluss bis zu den Verbrauchern. Wer einzelne Leitungsstränge getrennt absichern will, ergänzt auf der Hutschiene der FILS13 bis zu zwei weitere Sicherungsautomaten — der Fehlerstromschutz bleibt dabei zentral an der Einspeisung.
| Fraron FI-/LS-Schalter FILS13 | |
| Modell | FILS13 |
| Funktion | FI/LS-Kombination (RCBO) |
| Bemessungsfehlerstrom (FI) | 30mA |
| Auslösecharakteristik FI | Typ A (sinus + pulsierender Gleichfehlerstrom) |
| Auslösezeit | < 0,1s |
| Leitungsschutzschalter | 13A (C-Charakteristik) |
| Schaltleistung bei 230V | ca. 3.000W |
| Systemspannung | 230V AC / 50Hz |
| Trennung | allpolig (Phase + Null) |
| Hutschiene | Platz für 2 weitere Sicherungsautomaten |
| PE-Sammelklemme | 6-polig, integriert |
| Zugentlastung | 3× Rastklemme im Lieferumfang |
| Befestigung | 4× steckbare Befestigungsfüße |
| Gehäusematerial | Kunststoff mit transparenter Bedienabdeckung |
| Norm Gehäuse | IEC 60439-3 |
| Abmessungen (LxBxH) | 185 x 140 x 87mm (ohne Befestigungslaschen) |
| Gewicht | 720g |
| Hergestellt in | Italien |
Entscheidend ist der Bemessungsfehlerstrom: höchstens 30mA, nur dann schützt der FI Personen vor gefährlichen Körperströmen. Die FILS13 kombiniert den 30mA-FI mit einem 13A-Leitungsschutzschalter, das entspricht rund 3.000W und deckt die 230V-Verbraucher eines Wohnmobils in aller Regel ab.
So nah wie möglich an der Einspeisung: direkt hinter der CEE-Außensteckdose und vor allen 230V-Verbrauchern. Nur dann ist die komplette Bordinstallation inklusive der Leitungen geschützt. Der Einbauort sollte trocken und zugänglich sein, denn die Test-Taste muss erreichbar bleiben.
Die Grenze zieht die Norm bei der Zahl der Steckdosen: Wird nur ein einzelnes Gerät direkt an der Steckdose des Wechselrichters betrieben, ist kein zusätzlicher FI erforderlich. Versorgt der Wechselrichter dagegen mehr als eine Steckdose oder das fest installierte Bordnetz — etwa über eine Netzvorrangschaltung — gilt er als eigenständiges Stromnetz. Dann greifen dieselben Anforderungen wie am Landstromanschluss: Ein zweipoliger FI Typ A muss hinter den Wechselrichter. Voraussetzung dafür: Der Wechselrichter muss im Inselbetrieb eine Verbindung zwischen Neutralleiter und Schutzleiter herstellen, sonst kann der FI keinen Fehlerstrom erkennen — das steht im Datenblatt des Wechselrichters.
Weil auf dem Campingplatz niemand garantiert, dass Phase und Neutralleiter richtig herum ankommen. Über Schuko-Adapter oder falsch verdrahtete Säulen kann die Polung vertauscht sein — ein einpoliger Schalter würde dann unter Umständen den stromführenden Leiter gar nicht trennen. Deshalb ist im Fahrzeug die allpolige Trennung vorgeschrieben: Die FILS13 trennt im Fehlerfall Phase und Neutralleiter gleichzeitig.
Maßgeblich ist die DIN VDE 0100-721 für elektrische Anlagen in Caravans und Motorcaravans. Sie fordert einen Fehlerstromschutz mit höchstens 30mA Bemessungsfehlerstrom und allpolige Trennung. Die FILS13 erfüllt das mit Auslösecharakteristik Typ A, die neben sinusförmigen auch pulsierende Gleichfehlerströme erkennt; das Gehäuse entspricht IEC 60439-3.
Nein. Ob die Säule überhaupt einen funktionierenden FI hat, lässt sich von außen nicht erkennen. Ein eigener FI-Schutzschalter im Wohnmobil macht das Bordnetz unabhängig vom Zustand der Platzinstallation und schützt an jeder Steckdose, auch im Ausland.
Alle sechs Monate über die eingebaute Test-Taste: Beim Drücken muss der Schalter sofort auslösen. Bei der FILS13 liegt dafür ein Wartungs-Aufkleber bei, der an die halbjährliche Prüfung erinnert.
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