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Ladebooster & Trennrelais im Wohnmobil

Eine schnelle Batterieladung ist ein entscheidender Faktor für autarkes Reisen mit dem Wohnmobil. Besonders bei längeren Reisen und häufigem Freistehen abseits von Landstrom ist es wichtig, die Wohnraumbatterie während der Fahrt zu laden. Früher genügte dafür oft ein einfaches Trennrelais, doch in modernen Wohnmobilen, insbesondere bei Fahrzeugen ab Euro 5 und Euro 6, reicht diese Methode nicht mehr aus. Hier kommt der Ladebooster ins Spiel. Er stellt sicher, dass die Batterie auch bei kurzen Fahrten und unter schwierigen Bedingungen optimal geladen wird.

Was ist ein Ladebooster?

Ein Ladebooster ist im Wesentlichen ein Batterie-zu-Batterie-Ladegerät (B2B), das die Spannung der Lichtmaschine anhebt, um die Wohnraumbatterie während der Fahrt effizient zu laden. Anders als ein Trennrelais, das einfach nur eine Verbindung zwischen Starter- und Wohnraumbatterie herstellt, hebt der Ladebooster die Spannung auf das notwendige Niveau an und gewährleistet eine schnelle und vollständige Ladung der Bordbatterie.

Was bringt ein Ladebooster 12V im Wohnmobil?

Ein Ladebooster bringt eine schnellere Batterieladung während der Fahrt. Er gleicht den Spannungsabfall durch lange und zu dünne Leitungen zwischen Starterbatterie und Bordbatterie aus und sorgt für eine optimale Ladung der Bordbatterie. Bei Wohnmobilen mit Euro 6 Abgasnorm sorgt ein Ladebooster, dass die Bordbatterie trotzdem geladen wird, auch wenn die Starterbatterie voll ist und die Lichtmaschine auf Ladeerhaltungsspannung geregelt wird.

Ladebooster im Wohnmobil

Wann benötige ich einen Ladebooster?

Ein Ladebooster 12V kann wegen verschiedener Gründe benötigt werden. Meistens, um die Ladezeit der Zweitbatterie zu beschleunigen. In sehr seltenen Fällen auch, um den Ladestrom zu begrenzen und die Lichtmaschine zu schützen. Weiter Gründe können sein:

  1. Ausgleichen langer Kabelwege:
    Wenn die Spannung wegen zu langer Kabel an der Bordbatterie zu gering ist, kann der Ladebooster diese ausgleichen, und so zu einer besseren Batterieladung verhelfen. Aber Vorsicht – dies ist nur in einem gewissen Bereich möglich.
  2. Anpassen der Ladespannung an den Bordakku:
    Wenn deep cycle AGM Batterien verwendet werden, kann der Ladebooster die erforderliche 14,7V Ladespannung erzeugen, auch wenn die Lichtmaschine nur 14,4 Volt liefert.
  3. Schutz vor Überladung:
    Vor allem bei Vielfahrern ein Thema. Um die Bordbatterie vor langer Ladung mit 14,4V zu schützen, hilft ein Ladebooster. Dank der IUoU Ladekennlinie wird die Bordbatterie nach der Vollladung auf Ladeerhaltungsspannung gehalten. Das schont den Akku.

Ladebooster oder Trennrelais?

Ein Ladebooster oder Trennrelais kann abhängig von den Anforderungen und dem Fahrzeug gewählt werden. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile:

Trennrelais

Ein Trennrelais ist eine einfache und günstige Methode, um die Starter- und Aufbaubatterie zu koppeln. Es trennt die Batterien, wenn der Motor aus ist, und verbindet sie, sobald der Motor läuft, sodass die Lichtmaschine beide Batterien laden kann.

Vorteile:

  • Günstig und preiswert
  • Leicht zu installieren

Nachteile:

  • Bei modernen Fahrzeugen mit Euro 6/6+ Motoren und intelligenter Lichtmaschinensteuerung lädt die Aufbaubatterie nicht zuverlässig, da die Spannung oft zu niedrig ist.
  • Spannungsverluste bei langen Kabelwegen, die das Relais nicht ausgleichen kann.
  • Keine Anpassung an verschiedene Batterietypen (z. B. Lithium oder AGM), was zu ineffizienter Ladung führen kann.

Ladebooster

Ein Ladebooster sorgt für eine konstante und optimale Ladung der Aufbaubatterie, unabhängig von den Gegebenheiten der Lichtmaschine. Er erhöht die Spannung und passt die Ladeparameter an.

Vorteile:

  • Sorgt für eine zuverlässige Ladung, auch bei Fahrzeugen mit intelligenter Lichtmaschine und langen Kabelwegen.
  • Optimale Anpassung an verschiedene Batteriechemien, wie AGM oder Lithium.
  • Schnellere und effizientere Aufladung der Aufbaubatterie.
  • Oft integrierte Schutzfunktionen, wie Überladeschutz oder Temperaturüberwachung.

Nachteile:

  • Teurer als ein Trennrelais.
  • Die Installation ist komplexer und erfordert meist mehr Fachwissen.

Kurz gesagt: Hat das Wohnmobil schon Euro 6, führt kaum ein Weg am Ladebooster vorbei!

Wie stark sollte der Ladebooster sein?

Für Bleibatterien sollte der Ladestrom bei etwa 0,2C (20% der Kapazität Ah) liegen. Bei Lithiumbatterien (LiFePO4 darf der Ladestrom sogar 0,5C also 50% der Kapazität des Akkus betragen. Ein zweites Limit gibt die Lichtmaschine: Um einen problemlosen Betrieb zu garantieren, sollte der Booster maximal 50% der möglichen Ladeleistung* der Lichtmaschine beanspruchen. Für die Einbindung des Ladeboosters vor einem EBL in die originale Bordelektrik empfehle ich maximal 30A Ladebooster.

*Sonderfälle ausgenommen!

Welcher Ladebooster für welche Wohnmobilbatterie?

Passender Ladebooster zur Batterie
Booster
Nennstrom
Batteriespannungen V Max Eingangs / Ladestrom in A empf. Batteriekapazität in Ah
Votronic 20A 12V / 12V 20 / 24 Blei 60-160
LiFePO4 50-200
Votronic 30A 12V / 12V 39 / 30 Blei 90-200Ah
LiFePO4 60-300
Votronic 50A 12V / 12V 68 / 50 Blei 150-300Ah
LiFePO4 100-400Ah
Votronic 70A 12V / 12V 95 / 70 Blei 210-600Ah
LiFePO4 140-700Ah
Votronic 90A 12V / 12V 125 / 90 Blei 270-800Ah
LiFePO4 200-1000Ah

Welcher Ladebooster für welches Wohnmobil?

  • Wohnwagen:
    Votronic Ladebooster 20A für Wohnwagen
  • Kleine Fahrzeuge wie Mini Van, PKW und Wohnmobile mit schwacher Lichtmaschine:
    Votronic Ladebooster 30A oder Victron 30A Orion TR Smart
  • Wohnmobile (Kastenwagen, Teilintegriert und Vollintegriert) mit geringem Strombedarf und einer Bordbatterie Für die Nutzung von Wasserpumpe, Absorberkühlschrank, LED-Beleuchtung und Heizung:
    Votronic 30A,Victron 30A oder Votronic 50A
  • Große Wohnmobile und Wohnmobile mit höherem Strombedarf Kompressorkühlschrank, Diesel-Standheizung und E-Bike aufladen. Mindestens eine Lithium-Batterie oder mehrere Bleibatterien:
    Votronic 50A oder 70A
    Victron 50A

Ladebooster galvanisch getrennt, oder nicht?

Benötigt man wirklich einen isolierten Ladebooster mit 2 Masseanschlüssen? Ich sage nein, denn es gibt keine Begründung, warum die Geräte eine galvanische Trennung benötigen. Solange die Bordbatterie und die Starterbatterie über Masse sauber verbunden sind, kann jeder normale Ladebooster verwendet werden.

Der kleine Orion 18A hat eine galvanische Trennung, nicht weil wir es für wichtig erachten, sondern weil es ihn nur so gibt. Der Anschluss erfolgt hier mit zwei Minus-Leitungen. Ob diese Leitungen nun zusammen an eine gemeinsame Masse führen- oder direkt zu den jeweiligen Batterien führen – ist egal.

Seit Jahren funktionieren nicht nur unsere eigenen Fahrzeuge, sondern auch all unseren Kundenfahrzeuge mit Ladeboostern ohne galvanische Trennung.

Ladebooster einbauen Anleitung

Wo wird der Ladebooster im Wohnmobil eingebaut?

Ladebooster werden zwischen der Starterbatterie und Bordbatterie eingebaut. Je nachdem, wie das Wohnmobil ausgerüstet ist, hat man verschiedene Möglichkeiten, den Booster einzubauen:

  1. Hat das Wohnmobil schon einen Elektroblock mit einem Trennrelais, dann kann ein Ladewandler bis 30A die vorhandene Verkabelung weiter nutzen.
  2. Wenn mehr als 30A Ladestrom erwünscht sind, kann ein Ladebooster mit 50A oder 70A mit einer neuen Verkabelung direkt zwischen Starter- und Bordbatterie eingebaut werden. Das vorhandene Trennrelais muss in dem Fall stillgelegt werden!
  3. Wohnmobile mit EBL und bereits vorhandenem Ladebooster können mit einem Zweiten mehr Ladeleistung erzeugen. Dieser muss jedoch mit separaten neuen Kabeln zwischen Starter- und Bordbatterie eingebaut werden.
  4. Ist nichts der ersten 3 Punkte vorhanden und bisher keine Ladung während der Fahrt möglich ist, dann wird ein Ladebooster mit direkter Kabelverbindung zwischen Starter- und Bordbatterie eingebaut.

Werden neue Leitungen verlegt, um einen Ladebooster einzubauen, muss in jede Plusleitung nach jeder Batterie eine passende Sicherung eingebaut werden.

Wie wird ein Ladebooster angeschlossen?

Nachfolgend ein paar Ratschläge zum Ladebooster einbauen in ein Wohnmobil. Wir haben in der Artikelbeschreibung die Anleitung zum Gerät verlinkt. Ich empfehle dringend, vor dem Kauf einmal eine Votronic Anleitung herunterzuladen. Der Anschluss ist da vorbildlich beschrieben,

Der Einbau eines kleinen 30A Ladebooster gestaltet sich recht einfach. Der Booster wird so nah wie möglich am Elektroblock angeschlossen. Dazu wird der Booster in die Leitung der Starterbatterie eingeschleift. Im Idealfall reicht es sogar schon aus, Plus und Minus der Ladekabel einfach durchzuschneiden und am jeweiligen IN und OUT-Anschluss am Ladebooster anzuschließen. D+ Plus findet sich am Elektroblock. Victron Modelle arbeiten auch ohne D+ Leitung, wenn die Starterbatterie nicht an 230V und über Solarstrom geladen wird.

Ladebooster mit einer Leistung ab 50A sollten mit neuen, eigenen Leitungen zwischen Starter- und Bordbatterie angeschlossen werden. Selbstverständlich werden Sicherungen in die Plus-Leitung kurz nach der Batterie, eingesetzt.

Einfacher Schaltplan für Ladebooster

Wer sein Wohnmobil selbst ausbaut und gar keinen EBL verwendet, kann ebenso obige Anschlussversion verwenden.

Trennrelais nicht vergessen

Wird ein leistungsstarker Booster parallel zum EBL betrieben, muss sichergestellt werden, dass der Ladestrom die Bordbatterie auch erreicht und nicht über den EBL und das integrierte Trennrelais wieder zurückfließen kann. Bei Schaudt EBL kann man dies durch ziehen der Sicherung an der Starterbatterie oder das Abklemmen und Isolieren der B1 Leitung erreichen. Bei CBE DS300 kann durch die Methode “Entfernen vom Widerstand R37” das Trennrelais deaktiviert werden. Hier sollte aber vorher das genaue Vorgehen abgeklärt werden. Es gibt einige Platinen, die genau so aussehen, aber keine DS300 sind. Wir übernehmen keine Haftung bei Fehlanschlüssen.!

Passender Leitungsquerschnitt und Sicherungen

Nötiger Kabelquerschnitt und Sicherungen entspr. der Ladeleistung
Strom 0,5 m 1 m 2 m 5 m 10 m
30A 6 mm² 10 mm² 10 mm² 16 mm² 16 mm²
50A 10 mm² 16 mm² 25 mm² 25 mm² 25 mm²
70A 16 mm² 16 mm² 25 mm² 35 mm² 35 mm²
90A 25 mm² 25 mm² 35 mm² 35 mm²
benötigte Sicherungen
an Starterbatterie Booster 30A: 60A
Booster 50A: 80A
Booster 70A: 125A
Booster 90A: 150A
an Bordbatterie Booster 30A: 40A
Booster 50A: 60A
Booster 70A: 100A
Booster 90A: 125A

Ladebooster für die LiFePO4 Umrüstung

Oft werden mit der LiFePO4 Batterie auch Ladebooster eingebaut. Das kann nicht schaden, denn damit werden höhere Ladeströme ermöglicht und die Lithiumbatterie wird schneller voll. Grundsätzlich muss aber nicht extra ein Ladebooster eingebaut werden, wenn auf eine Lithium-Batterie umgerüstet wird.

Welcher Booster für Lithium Batterie?

Victron Ladebooster lassen sich per Bluetooth APP Victron Connect auf jede Lithium Batterie einstellen. Beim Votronic kann zwischen 4 verschiedenen Ladekennlinien für Lithium gewählt werden. Bei Schaudt Ladebooster sollte trotz der Lithium Kennlinie die Blei-Säure-Kennlinie gewählt werden. Denn die Lithium-Ladekurve des Schaudt Ladebooster ist fest 14,4V (Stand 2024!)

Welcher Ladebooster ist der Beste?

Je nach Anwendungsfall kann der eine oder andere Ladebooster besser sein. Nachfolgend die einzelnen Optionen in unserem Sortiment kurz beschrieben:

  • Votronic
    Die besten Modelle sind die Ladebooster mit 50A und 70A. Es gibt aber auch eine günstige Einstiegsversion mit 30A und einen 90A. Ladebooster von Votronic zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und verschiedene Einstellmöglichkeiten aus. Weiter haben sie kein Bluetooth. Hervorzuheben ist bei den Votronic Geräten die eingebaute Ladeerhaltung der Starterbatterie, wenn die Bordbatterie über Solar oder 230V aufgeladen wird.
  • Orion von Victron
    Ladebooster von Victron Energy gibt es in zwei Ausführungen. Die neue Orion XS Smart mit 50A Ladestrom und der altbewährte Victron Orion TR Smart mit 18 und 30A. Beide auch 12V und 24V Ladebooster. Die Victrons arbeiten ohne Lüfter mit passiver Kühlung. Dies bedarf einer besonderen Einbauposition um die Kühlung – primär beim Orion TR Smart – zu gewährleisten. Alle Victron Ladebooster haben Bluetooth integriert.
  • Oft ab Werk verbaut: Schaudt.
    Viele Hersteller verbauen für Fahrzeuge mit Euro 6 Abgasnorm schon ab Werk den Schaudt Ladebooster. Die Geräte arbeiten ebenfalls zuverlässig. Schaudt bietet weniger Einstellmöglichkeiten. Die Booster haben ebenfalls eine Ladeerhaltung der Starterbatterie, welche aber nicht stoppt, wenn die Bordbatterie an Ladezustand verliert.

Meine Empfehlung ist der Votronic VCC 1212 50A oder der kleinere Votronic VCC 1212 30 , wenn der Booster vor dem EBL in eine bestehende Bordelektrik integriert werden soll.

Nicht empfehlen kann ich Kombigeräte. Der Votronic VBCS Triple zum Beispiel ist Ladebooster, Solarladeregler und 230V-Lader in einem Gerät. Das ist für den Einbau minimal einfacher, da man sich 4 Kabel spart, aber sollte das Gerät mal defekt sein, was in der Vergangenheit nicht ausgeschlossen war, steht die komplette Anlage, bis das Kombigerät repariert wurde. Fällt ein einzelner mal aus, kann die Bordbatterie immer noch über Solar oder 230V geladen werden.

Ladebooster für den Wohnwagen

Wohnwagen Ladebooster dürfen die Leitung und die Steckdose mit maximal 20A belasten. Darum wird hier der Eingangsstrom auf 20A begrenzt, der Ladestrom ist entsprechend den Wirkungsverlusten etwas geringer. Meine Empfehlung: Votronic Ladebooster Wohnwagen 20A

Welchen Ladewandler soll ich kaufen?

Unser Angebot von Ladewandlern deckt alle Anforderungen im Campingbereich umfassend ab. Von 20-90A Ladestrom können wir für jeden Einsatzbereich den passenden Booster von Votronic anbieten. Nachfolgend eine kurze Erklärung der verschiedenen Ausführungen:

  • 12V Ladebooster
    Geräte, die beidseitig nur mit 12V arbeiten (Standard Wohnmobil). Beginnend beim kleinen Ladebooster Orion TR Smart 30A von Victron Energy, der für alle Wohnmobile bis 300Ah Batteriekapazität geeignet ist. Folgt die Votronic Serie Ladebooster 12V Li/Pb von 50, 70 & 90 Ampere. Alle drei Ladewandler können im Ladestrom begrenzt werden und alle 12V zu 12V Wandler haben die Funktion der Ladeerhaltung der Starterbatterie, wenn die Wohnraumbatterie voll aufgeladen ist.
  • 24V Ladebooster
    <24V Ladebooster von Votronic gibt es in vier Ausführungen von 25-45A. 24V Ladewandler können aus den 24V Starterbatterien, 12V Wohnraumbatterien laden. Bis 30A Ladestrom sind auch die Orion TR Smart 24/12 eine ausgezeichnete Alternative.
  • Ladebooster für Wohnwagen
    Speziell für Gespanne gibt es einen Wohnwagen Ladebooster mit 20A Ladestrom, damit die Steckdose der Anhängerkupplung nicht überlastet wird. Wohnwagen Ladewandler können genauso alle gängigen Batterietypen im Wohnwagen aufladen.
  • VBCS Triple (Ladegerät + Ladebooster + MPPT Laderegler)
    Vor allem für Selbstausbauer interessant ist der 12V Kombilader VBCS Triple mit Ladewandler, 230V Batterieladegerät und MPPT Solarladeregler. Mit nur einem Gerät haben Sie alle Ladequellen abgedeckt. Leider verträgt der MPPT Regler nur eine geringe Solarspannung, weshalb es nicht möglich ist, mehrere Module in Reihe zu halten! Die Anlage kann nur schlecht erweitert werden, und wenn das Gerät einmal defekt ist, kann der Akku nicht mehr geladen werden. Ich empfehle auf jeden Fall Einzelkomponenten.
  • VAC Triple (Batterieladegerät + Ladewandler)
    Ladewandler und Ladegerät, welches auch mehr Ladestrom für die Starterbatterie bereitstellt. Eher ein Nischenprodukt, welches nur für besondere Einsatzzwecke dient.

Kurzer Ladebooster Vergleich

Hersteller Votronic Ladebooster Victron Ladebooster
Kühlung aktiv mit Lüfter Passiver Kühlkörper
Betrieb ohne D+ möglich Ja (außer bei Euro 6) Ja
Ladung der Starterbatterie Ja Nein
Bluetooth Nein Ja
verfügbare Leistung 30A & 50A 30A, 50A, 70A, 90A

FAQ zu Wohnmobil Ladebooster

Ist ein Ladebooster sinnvoll?

Er kann nicht schaden. Jedoch kann man sich bei einer guten Auslegung der Verkabelung und Lichtmaschine mit fester Ladespannung (vor Euro-6) den B2BöLader sparen und mit einem Trennrelais gleiche Ladeerfolge bekommen. Dieses sogar mit deutlich geringem finanziellem Aufwand.

Was ist ein Ladebooster im Wohnmobil?

Der Ladebooster ist ausschließlich für die Ladung der Bordbatterie während der Fahrt verantwortlich. Er hat nichts mit dem Laden über Solar- oder Landstrom zu tun.

Wann braucht man einen Ladebooster?

Immer dann, wenn die Bordbatterie im Wohnmobil zu langsam geladen wird, braucht man einen Ladebooster. Besonders bei Lithium-Batterien kann er die Ladezeit verkürzen.

Was passiert, wenn die Solaranlage während der Fahrt auch noch Strom liefert?

Das macht nichts aus! Beide Geräte sorgen selbstständig für die korrekte Einhaltung der Ladespannung, sodass ein Überladen der Batterie ausgeschlossen ist.

Welche Sicherung zwischen Starterbatterie und Ladebooster?

Sicherungen müssen jeweils in die Plus-Leitung nahe beider Batterien eingebaut werden. Der Sicherungswert richtet sich nach dem maximalen Strom des Ladeboosters und sollte 20 % darüber liegen. Die erforderlichen Sicherungswerte sind auch in der Anleitung angegeben, die vorab im jeweiligen Produkt heruntergeladen werden kann. Wird er in eine bestehende Wohnmobilverkabelung integriert, sind die notwendigen Sicherungen in der Regel bereits vorhanden.

Welcher Ladebooster für welche Lichtmaschine?

Mehr als 50% der Ladeleistung der Lichtmaschine sollten vom Ladebooster nicht benutzt werden. Sonst könnte die Lichtmaschine überlastet werden. Bei allen Fahrzeugen der letzten 5 Jahre ist eine 30A Ladebooster bedenkenlos einsetzbar.

Kann ein Ladebooster allein mein Wohnmobil autark machen?

In den meisten Fällen lautet die Antwort nein. Die Fahrzeit müsste mehrere Stunden betragen, um eine Batterie vollständig aufzuladen. Bei Bleibatterien dauert allein die Absorptionsladephase etwa 4-6 Stunden. Hinzu kommt die Ladezeit bis zur Absorptionsladephase, sodass insgesamt mit 8–10 Stunden Fahrzeit gerechnet werden muss, um eine GEL-Batterie auf 100 % aufzuladen.

Da in der Praxis selten so lange Fahrzeiten erreicht werden, ist es notwendig, spätestens alle 4-7 Tage für mindestens 12 Stunden an eine Steckdose zu gehen, um die Batterien vollständig zu laden.

Anders sieht es bei Lithium-Batterien aus: Diese müssen nicht vollständig aufgeladen werden, um autark unterwegs zu sein. Solange die Fahrzeit ausreicht, um genügend Energie nachzuladen, ist es möglich, mit einem Ladebooster und Lithium-Batterien autark zu sein. Viele Kunden nutzen diese Kombination erfolgreich für autarke Wohnmobilreisen.

Warum Ladebooster für LiFePO4?

LiFePO4 Batterien können mit höherem Strom geladen werden als Bleibatterien. Die originale Elektrik gibt dies oft nicht her und so kann ein Ladebooster helfen, um mehr Ladestrom zu generieren. Dass Ladebooster die Lichtmaschine überlasten würden, kann ich nicht bestätigen. Würde die Lithium-Batterie so viel Strom fordern, dass die Lichtmaschine überlastet wäre, brennt an einer ordnungsgemäßen Elektrik vorher die Sicherung an der Ladeleitung durch.

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