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Ladebooster

Ladebooster für Wohnmobil um die Versorgungsbatterie während der Fahrt schnell wieder aufladen zu können.

Was ist ein Booster

Ladebooster ist ein Batterie zu Batterie Ladegerät (B2B) mit dem aus einer Batterie (Starterbatterie) eine zweite Batterie (Wohnraumbatterie) während der Fahrt aufgeladen werden kann. Leider muss ich zu Anfang gleich mal die Illusion aus dem Weg räumen, dass ein 12V Ladebooster, durch das Wort Booster irgendetwas boosten würde. Es ist nichts anderes als ein Batterieladegerät wie man es als 230V Version in jedem Wohnmobil kennt. Jedoch verfügen Ladebooster meist über einige kleine Zusatzfunktion, wir zum Beispiel die Spannungsüberwachung der Starterbatterie, damit diese nicht beim Laden der Aufbaubatterie aus Versehen entladen wird (Votronic Ladebooster). Ladebooster aktivieren sich erst nach dem Start des Motors, durch das D+ Signal der Lichtmaschine automatisch was einen zusätzlichen Schutz vor Entladung der Starterbatterie ist. Nur wenn der Motor läuft, kann der Ladebooster Wohnmobil Batterien laden.

So funktioniert ein Ladebooster: Wohnmobil Aufbaubatterien während der Fahrt aufladen.

Der Ladebooster wird zwischen Versorgungsbatterie und Starterbatterie angeschlossen. Nach dem Motorstart, schaltet sich der Ladebooster selbstständig ein und sorgt zuerst dafür, dass die Lichtmaschine die Starterbatterie nachladen kann. Wenn die Starterbatterie ausreichend geladen ist, beginnt der Ladebooster den Ladevorgang der Versorgungsbatterie. Dabei setzt er die Eingangsspannung auf die nötige Ladespannung der Versorgungsbatterie hoch was zu einer schnelleren Batterieladung führt. Ständig werden alle Batteriespannungen überwacht. Spannungsabfall durch zu geringe Kabelquerschnitte werden vom Ladebooster ausgeglichen.

Lohnt der Einbau eines Ladebooster?

Früher hatte man immer gesagt, mit ausreichend dicker Verkabelung zwischen der Starterbatterie und der Bordbatterie kann man sich einen Ladebooster sparen. Seit der Abgasnorm Euro 5 sieht es jedoch anders aus. Meine Erfahrung an Kundenfahrzeugen zeigt jedoch, dass je nach Hersteller und Schadstoffklasse die Ladespannung der Lichtmaschine nach nicht nachvollziehbaren Parametern, nach einer gewissen Fahrzeit abgesenkt wird. Ich habe schon nach 30 Minuten Fahrzeit eine Ladespannung von 13,2-13,5V an der Lichtmaschine gemessen. Das bedeutet natürlich, dass die Aufbaubatterie im Wohnmobil nur noch sehr langsam, bis gar nicht mehr geladen wird. In bestimmten Fällen kam es sogar zu einer Entladung der Aufbaubatterie, vor allem wenn für die Fahrzeit viele elektrische Verbraucher im Fahrzeug, wie Licht, Scheibenwischer, Sitzheizung... , in Betrieb sind. Bei Lithium Batterien (LiFePo4) kommt es sogar noch eher zum entladen, da diese mit 13,3V deutlich über der Normalspannung von Bleibatterien liegen. Bei Wohnmobilen ab Euro 5 macht somit ein Ladebooster auf jeden Fall Sinn. Büttner und Votronic Ladebooster haben diese Problematik durch spezielle Spannungsanpassung der Eingangsspannung hervorragend im Griff und laden die Aufbaubatterie auch bei Euro 5 und Euro 6 Fahrzeugen schnell und zuverlässig auf.

Welchen Ladebooster soll ich kaufen?

Am liebsten würde ich hier eine klare Kaufempfehlung für entsprechende Ladebooster aussprechen, aber leider macht die oft viel zu schwach dimensionierte Wohnmobil Elektrik einen Strich durch die Rechnung. Die Kabel und auch das Trennrelais im Elektroblock sind meist nicht für hohe Ströme ausgelegt. Daher lässt sich meist nur der 25A Ladebooster nachrüsten. 25A gehen immer, bei jedem Wohnmobil und sind ausreichend für Batteriebänke bis 300Ah. Wenn Sie einen größeren Ladebooster einbauen wollen, muss die Verkabelung geprüft werden, 14mm² sollten hier mindestens liegen, sonst muss eine zusätzliche Leitung verlegt werden, was je nach Fahrzeug einen deutlichen Arbeitsaufwand bedeuten kann. Der Standardmäßige Anschluss zwischen Starterbatterie und Elektroblock (Trennrelais) kann beim 45A Booster oft auch nicht erfolgen, da der Elektroblock meist den hohen Dauerstrom von 45A nicht gewachsen ist. Also Vorsicht, befragen Sie im Zweifel den Hersteller des EBL nach einer Freigabe für den Maximalen Ladestrom.

Ladebooster einbauen

Der Einbau eines 25A Ladebooster gestaltet sich recht einfach. Der Booster wird so nah wie möglich am Elektroblock angeschlossen. Dazu wird der Booster in die Leitung der Starterbatterie eingeschleift. Im Idealfall reicht es sogar schon aus, Plus und Minus der Ladekabel einfach durch zu schneiden und am jeweiligen IN und OUT Anschluss am Ladebooster anzuschließen. D+ Plus findet sich am Elektroblock und auch die Spannungsfühler der Versorgungbatterie sind am EBL zu finden.

Booster - häufig gestellte Fragen:

  • Kann ich alleine mit einem Ladebooster mein Wohnmobil autark machen?
    Ich denke eher nein, denn die Fahrzeit müsste schon einige Stunden betragen im eine Batterie wieder zu 100% aufzuladen. Für Bleibatterien beträgt alleine die Absobtionsladezeit 6 Stunden.
    Dazu kommt die Ladezeit bis zu Absorbtionsladephase. Sie können also mit 8-10 Stunden Fahrzeit rechnen um eine GEL Batterie wieder zu 100% aufzuladen.
    Da Sie aber in der praxis selten so lange unterwegs sein werden, müssen Sie trotzdem spätestens alle 7 Tage für mindestens 12 Stunden an die Steckdose um die Batterien wieder richtig auf 100% aufladen zu können.
    Ganz anders sieht es bei Lithium Batterien aus, hier muss die Batterie nicht voll geladen sein, und so lange Ihre Fahrzeit lange genug ist, um ausreichend Energie nachzuladen, können Sie damit Autark unterwegs sein.
    Ich habe einige Kunden, die mit Lithium Batterie und Ladebooster komplett autark unterwegs sind.
  • Was bringt ein Ladebooster im Wohnmobil wirklich?
    Im Idealfall, wenn die Versorgungsbatterie leer genug ist, bringt der 25 A Ladebooster 25A Ladestrom. Das entspricht einem Kapazitäts Zugewinn in der Batterie von knapp 25Ah.
  • Kann ich alleine mit dem Ladebooster Wohnmobil Batterien zu 100% aufladen?
    Natürlich geht das, denn ein Ladebooster arbeitet wie das 230V Ladegerät im Wohnmobil. Wenn Sie also lange genug Unterwegs sind, wird die Batterie zu 100% aufgeladen.
  • Wo kann ich den Ladebooster im Wohnmobil am besten platzieren?
    Am besten platzieren Sie den Ladebooster so nah wie möglich an die Aufbaubatterie, jedoch unbedingt zwischen EBL und Starterbatterie.
  • Was passiert, wenn die Solaranlage während der Fahrt auch noch Strom liefert?
    Die Ladeströme addieren sich, beide Geräte sorgen selbstständig für die korrekte Einhaltung der Ladespannung, Somit ist ein überladen der Batterie ausgeschlossen.
Ladebooster für Wohnmobil um die Versorgungsbatterie während der Fahrt schnell wieder aufladen zu können. Was ist ein Booster Ladebooster ist ein Batterie zu Batterie Ladegerät (B2B) mit dem... mehr erfahren »
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Ladebooster

Ladebooster für Wohnmobil um die Versorgungsbatterie während der Fahrt schnell wieder aufladen zu können.

Was ist ein Booster

Ladebooster ist ein Batterie zu Batterie Ladegerät (B2B) mit dem aus einer Batterie (Starterbatterie) eine zweite Batterie (Wohnraumbatterie) während der Fahrt aufgeladen werden kann. Leider muss ich zu Anfang gleich mal die Illusion aus dem Weg räumen, dass ein 12V Ladebooster, durch das Wort Booster irgendetwas boosten würde. Es ist nichts anderes als ein Batterieladegerät wie man es als 230V Version in jedem Wohnmobil kennt. Jedoch verfügen Ladebooster meist über einige kleine Zusatzfunktion, wir zum Beispiel die Spannungsüberwachung der Starterbatterie, damit diese nicht beim Laden der Aufbaubatterie aus Versehen entladen wird (Votronic Ladebooster). Ladebooster aktivieren sich erst nach dem Start des Motors, durch das D+ Signal der Lichtmaschine automatisch was einen zusätzlichen Schutz vor Entladung der Starterbatterie ist. Nur wenn der Motor läuft, kann der Ladebooster Wohnmobil Batterien laden.

So funktioniert ein Ladebooster: Wohnmobil Aufbaubatterien während der Fahrt aufladen.

Der Ladebooster wird zwischen Versorgungsbatterie und Starterbatterie angeschlossen. Nach dem Motorstart, schaltet sich der Ladebooster selbstständig ein und sorgt zuerst dafür, dass die Lichtmaschine die Starterbatterie nachladen kann. Wenn die Starterbatterie ausreichend geladen ist, beginnt der Ladebooster den Ladevorgang der Versorgungsbatterie. Dabei setzt er die Eingangsspannung auf die nötige Ladespannung der Versorgungsbatterie hoch was zu einer schnelleren Batterieladung führt. Ständig werden alle Batteriespannungen überwacht. Spannungsabfall durch zu geringe Kabelquerschnitte werden vom Ladebooster ausgeglichen.

Lohnt der Einbau eines Ladebooster?

Früher hatte man immer gesagt, mit ausreichend dicker Verkabelung zwischen der Starterbatterie und der Bordbatterie kann man sich einen Ladebooster sparen. Seit der Abgasnorm Euro 5 sieht es jedoch anders aus. Meine Erfahrung an Kundenfahrzeugen zeigt jedoch, dass je nach Hersteller und Schadstoffklasse die Ladespannung der Lichtmaschine nach nicht nachvollziehbaren Parametern, nach einer gewissen Fahrzeit abgesenkt wird. Ich habe schon nach 30 Minuten Fahrzeit eine Ladespannung von 13,2-13,5V an der Lichtmaschine gemessen. Das bedeutet natürlich, dass die Aufbaubatterie im Wohnmobil nur noch sehr langsam, bis gar nicht mehr geladen wird. In bestimmten Fällen kam es sogar zu einer Entladung der Aufbaubatterie, vor allem wenn für die Fahrzeit viele elektrische Verbraucher im Fahrzeug, wie Licht, Scheibenwischer, Sitzheizung... , in Betrieb sind. Bei Lithium Batterien (LiFePo4) kommt es sogar noch eher zum entladen, da diese mit 13,3V deutlich über der Normalspannung von Bleibatterien liegen. Bei Wohnmobilen ab Euro 5 macht somit ein Ladebooster auf jeden Fall Sinn. Büttner und Votronic Ladebooster haben diese Problematik durch spezielle Spannungsanpassung der Eingangsspannung hervorragend im Griff und laden die Aufbaubatterie auch bei Euro 5 und Euro 6 Fahrzeugen schnell und zuverlässig auf.

Welchen Ladebooster soll ich kaufen?

Am liebsten würde ich hier eine klare Kaufempfehlung für entsprechende Ladebooster aussprechen, aber leider macht die oft viel zu schwach dimensionierte Wohnmobil Elektrik einen Strich durch die Rechnung. Die Kabel und auch das Trennrelais im Elektroblock sind meist nicht für hohe Ströme ausgelegt. Daher lässt sich meist nur der 25A Ladebooster nachrüsten. 25A gehen immer, bei jedem Wohnmobil und sind ausreichend für Batteriebänke bis 300Ah. Wenn Sie einen größeren Ladebooster einbauen wollen, muss die Verkabelung geprüft werden, 14mm² sollten hier mindestens liegen, sonst muss eine zusätzliche Leitung verlegt werden, was je nach Fahrzeug einen deutlichen Arbeitsaufwand bedeuten kann. Der Standardmäßige Anschluss zwischen Starterbatterie und Elektroblock (Trennrelais) kann beim 45A Booster oft auch nicht erfolgen, da der Elektroblock meist den hohen Dauerstrom von 45A nicht gewachsen ist. Also Vorsicht, befragen Sie im Zweifel den Hersteller des EBL nach einer Freigabe für den Maximalen Ladestrom.

Ladebooster einbauen

Der Einbau eines 25A Ladebooster gestaltet sich recht einfach. Der Booster wird so nah wie möglich am Elektroblock angeschlossen. Dazu wird der Booster in die Leitung der Starterbatterie eingeschleift. Im Idealfall reicht es sogar schon aus, Plus und Minus der Ladekabel einfach durch zu schneiden und am jeweiligen IN und OUT Anschluss am Ladebooster anzuschließen. D+ Plus findet sich am Elektroblock und auch die Spannungsfühler der Versorgungbatterie sind am EBL zu finden.

Booster - häufig gestellte Fragen:

  • Kann ich alleine mit einem Ladebooster mein Wohnmobil autark machen?
    Ich denke eher nein, denn die Fahrzeit müsste schon einige Stunden betragen im eine Batterie wieder zu 100% aufzuladen. Für Bleibatterien beträgt alleine die Absobtionsladezeit 6 Stunden.
    Dazu kommt die Ladezeit bis zu Absorbtionsladephase. Sie können also mit 8-10 Stunden Fahrzeit rechnen um eine GEL Batterie wieder zu 100% aufzuladen.
    Da Sie aber in der praxis selten so lange unterwegs sein werden, müssen Sie trotzdem spätestens alle 7 Tage für mindestens 12 Stunden an die Steckdose um die Batterien wieder richtig auf 100% aufladen zu können.
    Ganz anders sieht es bei Lithium Batterien aus, hier muss die Batterie nicht voll geladen sein, und so lange Ihre Fahrzeit lange genug ist, um ausreichend Energie nachzuladen, können Sie damit Autark unterwegs sein.
    Ich habe einige Kunden, die mit Lithium Batterie und Ladebooster komplett autark unterwegs sind.
  • Was bringt ein Ladebooster im Wohnmobil wirklich?
    Im Idealfall, wenn die Versorgungsbatterie leer genug ist, bringt der 25 A Ladebooster 25A Ladestrom. Das entspricht einem Kapazitäts Zugewinn in der Batterie von knapp 25Ah.
  • Kann ich alleine mit dem Ladebooster Wohnmobil Batterien zu 100% aufladen?
    Natürlich geht das, denn ein Ladebooster arbeitet wie das 230V Ladegerät im Wohnmobil. Wenn Sie also lange genug Unterwegs sind, wird die Batterie zu 100% aufgeladen.
  • Wo kann ich den Ladebooster im Wohnmobil am besten platzieren?
    Am besten platzieren Sie den Ladebooster so nah wie möglich an die Aufbaubatterie, jedoch unbedingt zwischen EBL und Starterbatterie.
  • Was passiert, wenn die Solaranlage während der Fahrt auch noch Strom liefert?
    Die Ladeströme addieren sich, beide Geräte sorgen selbstständig für die korrekte Einhaltung der Ladespannung, Somit ist ein überladen der Batterie ausgeschlossen.